Mit Ulli in den Gulli

Puh! Was für ein Tag, ich war zwischenzeitlich ziemlich überwältigt von den Eindrücken und Panoramen. Die alte Stadt, die ich heute besucht habe, bietet so unglaublich viel Schönes und Interessantes zu sehen, dass ich fast ein bisschen überfordert war, die Eindrücke alle zu verarbeiten und zu speichern.

Aber hübsch der Reihe nach. Ich ging diesmal die Hebron in die richtige Richtung. Zunächst bog ich zwischenzeitlich von meinem Weg ab und besuchte eine Aussichtsplattform, um das Panaroma zu bewundern, was zu trinken und einen vlog-Eintrag zu aufzunehmen. Danach sah ich mich in der Umgebung um, kletterte hier einen Hügel hoch, schoss da gefühlte dreihundert Fotos (mit dem Wissen, dass die niemals diesen Anblick wieder geben können) und ging weiter in Richtung Alte Stadt.

Ich besuchte das „House of Quality“, das war ursprünglich ein von den Briten errichtet Krankenhaus. Die Einrichtung besteht aus zwei Gebäuden auf beiden Straßenseiten, die durch einen Tunnel miteinander verbunden sind (der allerdings nicht mehr begehbar ist, es gibt Pläne, den Tunnel wieder für Besucher zu öffnen). Eins der Gebäude beherbergt nun Kunsthandwerker-Ateliers, in denen man den Künstlern bei der Arbeit zusehen kann, natürlich werden auch viele interessante Arbeiten ausgestellt. Bekannterweise bin ich ja eher eine Kunstbanause, viele Kunstwerke entziehen sich mir. Aber eine feine Glasarbeit, eine Darstellung von Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis, hat es mir angetan, wahrscheinlich, weil ich die Bedeutung verstanden habe.

Baum der Erkenntnis in Glas

Baum der Erkenntnis in Glas mit Adam (links) und Eva (rechts, mit Frucht)

Ich ging weiter in Richtung alter Stadt. Eigentlich wollte ich zum Jaffa-Tor, aber ich ging erstmal über diverse Treppen einen Hügel hoch, den „Mount Zion“. Zunächst mal nur der potentiell tollen Aussicht wegen. In der Nähe eines großen Sakralgebäudes mit Glockenturm betrat ich eine weite Fläche, auf der ein einsamer, ortodoxer Jude offenbar betete. Ich umging den Gläubigen und sah mich auf dem Gelände um. Dieses war – aus deutscher Sicht – ziemlich heruntergekommen, verwitterte Mauern, Müll von kaputten Gartenstühlen über leere Wodkaflaschen zu alten Matratzen. Daneben befand sich ein Bolzplatz. War irgendwie seltsam, diese Müllhalde unmittelbar neben dem betenden Menschen.

Bolzplatz neben heiliger Stätte

Flächenplanung auf israelisch: Bolzplatz neben heiliger Stätte

Ich folgte dem inzwischen aufgestandenen Orthodoxen einen Gang entlang und vorsichtig durch einen engen Torbogen, hinter dem es dunkel war. Darüber war ein Schild angebracht „The tomb of David„. Oha! Vorsichtig, weil ich mir zuerst nicht sicher war, ob die Einrichtung überhaupt für Besucher geöffnet hatte, trat ich ein. Ich entdeckte schnell, dass hier auch viele andere Touristen herumlungerten, teilweise in geführten Gruppen. Also holte ich auch meine Kamera wieder hervor und sah mich im verwinkelten Komplex um. Wirklich seltsam, einiges sah aus, wie bewohnte Gebäudeteile mit einem Chaos aus herumliegenden Gegenständen und Müll, anderes war Baustelle und wurde restauriert, wieder andere Teile des Komplexes waren super in Schuss. Neben den Touristen und Gläubigen bevölkerten wieder mal große Mengen an streunendenden Katzen die Anlage.

Straycats

Streunende Katzen – auch die machen vor heiligen Orten nicht halt. Die kleinen sind aber echt ganz niedlich. Aber alle auch von den Texturen her mächtig zusammengewürfelt.

Jedenfalls traf ich hier Ulli. Ich hatte gleich den Eindruch, dass sie aus demselben Land kommen könnte wie ich. Ich fragte „Where are you from?“ „Germany. “ „Alles klar, hallo.“ Ulli ist eine aufgeweckte und hübsche, junge Studentin aus Köln, die gerade ihren Master in Physik gemacht hat und in diesem Fach noch promovieren möchte. Ihr Fachbebiet ist die Oberflächenphysik, besonders die Erforschung sogenannter Grapheen (ich weiß nicht, ob ich das richtig geschrieben habe, ich hab es bei Wikipedia nicht gefunden), dass sind, wenn ich sie richtig verstanden habe, bestimmte Kristallformen von Graphit, die ein paar „coole Eigenschaften“ hätten (z.B. extrem hohe elektrische Leitfähigkeit).

Marias Grabstätte - angeblich

Marias Grabstätte – angeblich. Sowas ist ja immer gerne umstritten unter den Experten. Für Christen ist entscheidend, dass sie gelebt und Christus, den Sohn Gottes, geboren hat.

Sie ging mit mir zusammen noch zur Grabstätte von keiner Geringeren als Maria, die in einer Krypta unterhalb der Kirche angeblich ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Ich machte ein paar Fotos und dann passierte mir das, was ich eigentlich immer vermeiden wollte: Ich ließ Respekt vermissen, weil ich an der falschen Stelle eine Mütze aufhatte. Hätte mich besser vorbereiten müssen. Denn je nachdem, ob man ein muslimisches, christliches oder jüdisches Sakralgebäude betritt, muss man teilweise eine Kopfbedeckung tragen, oder man darf nicht. Mein Fehler… Ein kleingewachsener Hüter der Regeln wies mich mit enttäuschtem Gesichtsausdruck auf meinen Fehler hin. Ich begab mich tiefer in das Gebäude und wurde nochmals vomselben Mann zurechtgewiesen, ich dürfe mich dort nicht aufhalten, warum ich das denn täte, niemand würde sich dort aufhalten (was übrigens nicht stimmte). Dies geschah in einem Tonfall und mit einem Gesichtsausdruck, als hätte ich das Gebäude in die Luft gesprengt. Ich scheine es für immer entweiht zu haben. Aber dann hätte das vielleicht besser ausgeschildert werden sollen… Mist, ich hoffe, das ist nicht der Anfang einer Karriere, die mit einer Buchveröffentlichung „Danebenbenehmen in Sakralbauten für Anfänger“ mit meiner Wenigkeit als Autor endet.

City of David - Eingang

City of David – oder wie es in der Weihnachtsgeschichte heißt: „Die Stadt Davids“.

Es gefiel mir sehr gut, in Gesellschaft der munteren Ulli zu sein, die sich als interessante und interessierte Gesprächspartnerin herausstellte. Auch sie freute sich, nicht alleine durch die Gegend zu ziehen. Also fragte ich sie, was sie als nächstes vorhätte, und als sie sagte, sie wolle zur „City of David„. Da ich da noch nicht war und ihre Gesellschaft genoss (und sie offenbar auch durchaus nichts gegen meine einzuwenden hatte), gingen wir da zusammen hin. Zuerst tranken wir einen Kaffee am Eingang der Anlage, dabei hatten wir Gelegenheit, uns ein wenig mehr zu unterhalten. Die reiselustige Ulli war schon bei israelischen Freunden einem Vorort Tel Avivs und kurz auch in Tel Aviv selbst, ist mit dem Rad um den See Genezareth gefahren und hat sich im toten Meer geaalt. Ich muss gestehen, dass ich etwas neidisch wurde… obwohl ich hier ja auch schon eine richtig gute Zeit hatte.

Siedlung am Hügel

Typische Siedlung am Hügel

Nach dem Kaffee kauften wir uns Tickets für die Anlage und begannen die Besichtigungstour. Vor der Herrschaft Davids war die Anlage eine kanaanäische Festung gewesen. Auf den Erklärungstafeln wurde historisch, wie man das von den Zeittafeln in Bibeln her kennen mag, zwischen der Zeit vor dem ersten Tempel, der Zeit des ersten Tempels und der Zeit des zweiten Tempels unterschieden. Seit Jahrhunderten finden hier archäologische Ausgrabungen statt, die von unterschiedlichen Nationen vorangetrieben wurde (und noch immer wird). Viele Mauerreste lassen die Grundrisse von Davids Palast (vermutlich) erahnen, hier sind verschiedene Zimmer und Kammern zu erkennen. Um meine hübsche Begleiterin zu beeindrucken sparte ich nicht mit flapsigen Sprüchen wie „Oh guck mal, das könnte Salomos Kinderzimmer gewesen sein!“ (ähm, wo waren denn da die guten Vorsetze bzgl. Respekt geblieben?).

Salomos Kinderzimmer?

Salomos Kinderzimmer?

Wir waren noch unterwegs zum Highlight der Tour, den Schächten und Tunnels der unterirdischen, antiken Wasserversorgung, als unvermittelt ein Luftalarm den Anflug von Raketen aus dem Gaza-Streifen signalisierte. Für Ulli war es das erste Mal, aber ich war ebenfalls ein wenig nervös, weil man in absehbarer Zeit nirgendwo so richtig in Deckung gehen konnte (und man hat in Tel Aviv und Jerusalem angeblich höchstens eine Minute Vorwarnzeit). Wir drängten uns also in einem Torbogen und warteten Alarm und Kawumm ab (es scheinen zwei Raketen gewesen zu sein, weil es zweimal unmittelbar nacheinander knallte, aber es klang ziemlich weit weg). Naja, danach ging es weiter, Ulli steckte das auch ganz gut weg. Meiner eigenen Erfahrung nach steckt man den ersten Alarm besser weg, wenn man hinterher jemanden zum Reden hat. Ulli erzählte, sie habe bei ihren Freunden unmittelbar in der Nähe einer Iron Dome – Batterie gewohnt und die Abschüsse von deren Flugkörpern gehört. Außerdem sagte sie, die Raketen, die von Gaza aus Tel Aviv und Israel erreichen könnten, wären iranische Fadschr-5. (Um der Wahrheit die Ehre zu geben, sie sagte „Faschir-Raketen oder so“, aber immerhin wußte sie damit mehr als ich…) Mann mann mann, jetzt muss ich mich schon von einem Mädchen (sorry Ulli, in meinem Alter darf ich das sagen…) über Artillerieraketen aufklären lassen. Ich lasse nach…

Runter zum Wassertransportsystem

Hier geht es runter zum Wassertransportsystem

Raketen hin, Raketen her, auf zur antiken Wasserversorgung. Wie die Infotafeln erklärten, wurden (bevor man lernte, Regenwasser aufzufangen und in Reservoirs zu speichern) Siedlungen immer in der Nähe einer Quelle gegründet, um die Menschen mit dem lebensnotwendigen Nass auszustatten. Als lebensnotwendige Resource wurden die Quellen in Zeiten des Krieges und der Belagerung zu strategischen Zielen: Gelang es, den Feind von seiner Wasserversorgung abzuschneiden, hatte man im Prinzip schon gewonnen. Deswegen wurden die Quellen und die Tunnels und Schächte, die zum Wassertransport verwendet werden, extrem gut gesichert, auch durch bauliche Maßnahmen. Was soviel heißt wie: Wären wir eine zwanzig Minuten früher in diesen Tunnels unter der Stadt Davids gewesen, hätten uns die angreifenden Fadschr-5 (oder was auch immer) so gar nichts gekonnt.

Gang mit Ulli

Gang mit Ulli – allerdings ziemlich dunkel

Es gab zwei verschiedene Routen, für die eine hätte man wasserdichte Schuhe und Taschenlampen benötigt. Ich fand es schade, dass wir diese Route deswegen nicht nehmen konnten, das schien mir echt spannend. Wir haben uns den Eingang angesehen, das ist eine echt dunkle, enge und lange Route, in der auf dem Boden Wasser fließt. Nichts für Angsthasen (oder Leute ohne Gummistiefel und Taschenlampen). Das wäre schon eine Sache mit Nervenkitzel gewesen, denke ich. Die andere Route war auch interessant, aber erheblich kürzer. Auf jeden Fall muss man den Hut vor den Arbeitern ziehen, die sich vor so langer Zeit zu kanaanäischen Zeit mit Bronze-, später mit Eisenwerkzeugen durch den Fels gegraben haben.

Gang ohne Ulli

Gang ohne Ulli – dafür heller.

Wir blieben noch ein wenig auf dem Gelände, bewunderten das Panorama (und die Gesänge des Mohezins durch eine auf einem naheliegenden Turm installierte Druckkammer-Lautsprecheranlage, klang irgendwie auch ein bisschen wie Luftalarm, öhm, schon wieder diese Probleme mit dem Respekt… ich höre meinen Schweizer Kollegen förmlich „Pfui!“ rufen.)

Druckkammerlautsprecheranlage auf Mini-Minarett

Druckkammerlautsprecheranlage auf Mini-Minarett

Wir kamen an eine Stelle, die als „Quarrier’s Meeting Point“ bezeichnet wurde. Als erstes erschien vor meinem geistigen Auge eine Szene, bei der sich antike Tunnelbauarbeiter zur Mittagspause versammeln, ihre von der Gattin liebevoll verpackte Falaffel aus der Tupperdose schälen und einen lustigen Klönschnack beginnen: „Hey Mosche, hast Du schon gehört, AC Bethlehem gegen Jericho United 4:2!“ Oder dass hier einst der Betriebsrat tagte. Doch weit gefehlt, eine Infotafel raubt mir meine farbenprächtigen Ideen der hypothetischen Altertumsforschung: Hier haben sich zwei Bauarbeiterteams getroffen, die von zwei Seiten aus den Tunnel gegraben haben. Dies geht aus einer Inschrift im Tunnel hervor, die ein Junge im 19. Jahrhundert zufällig gefunden hat („Mama, Mama, guck mal, Grafitti!“ „Igitt! Da müssen wir Bescheid sagen, damit das entfernt wird, wie sieht denn das aus!?“)

Treffpunkt der Tunnelbohrer

Treffpunkt der Tunnelbohrer – hier wickelten die Bauerarbeiter einst ihre Stullen aus. Womöglich.

Nicht lange danach verließen Ulli und ich die Anlage. Ich muss zugeben, dass ich die Navigation die ganze Zeit Ulli überließ, die mit einer Karte der Anlage die Führerin machte. Ich wäre damit, flache Witze zu reißen, die Umgebung zu bewundern (und ein bisschen auch Ulli) und ne Karte zu lesen einfach überfordert gewesen. Sie wollte noch in ein Museum am Jaffa-Tor, welches sich, wenn ich das richtig verstanden habe, die Palästina-Reise Wilhelms II. zum Thema hat.

Jaffa-Tor

Jaffa-Tor

Übrigens hatte mir Ulli zuvor auf eine angenehm lebendige Art ein wenig über die Israelische Geschichte, die letztendlich zu den gegenwärtigen Verhältnissen führte, erzählt. Sie hat darüber jüngst ein Buch gelesen. („Die Osmanen waren zu Kaisers Zeiten auf der Seite der Deutschen. Doof, weil die ja den Krieg dann verloren…“)

The Tower of David

The Tower of David. Beherbergt das „The Kaiser is coming“-Museum, welches wir eigentlich besuchen wollten.

Das Museum im „Tower of David“ schloss um 16 Uhr, und es war schon fast viertel vor, man ließ uns nicht mehr rein. Als Alternative wollte Ulli dann zu einem großen Markt in der Neustadt, um etwas Obst zu kaufen. Wir haben uns dann schon mal präventiv verabschiedet und ein Foto machen lassen. Sie wollte mich nicht unbedingt noch mitschleifen und ich wollte sie nicht unbedingt länger behelligen, aber wir stellten dann doch fest, dass es okay für uns beide war, noch ein wenig Zeit gemeinsam zu verbringen. In der Nähe von Ullis Hostel trafen wir auf Alex, einen netten Schweden, der im selben Hostel wohnte. Er schloss sich uns an, und wir gingen gemeinsam auf den Markt.

Der Markt in Neu-Jerusalem

Der Markt in Neu-Jerusalem – das heißt, nur ein kleiner Teil davon, das Ding ist echt riesig.

Mann, dieser war wieder mal überwältigend! Ich war noch nie auf einem so riesigen Markt! Unmengen von Händlern priesen in einem riesigen Komplex aus überdachten Gängen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Kleidung und was weiß ich noch alles an. Es gab vor allem eine riesige Auswahl von verschiedenen Nüssen, getrockneten Früchten, und Obst aller Art, dazu auch Backwaren und regionale Spezialitäten. Ulli holte sich gleich ne Tüte Feigen, von denen sie auch Alex und mir anbot. Ich bin halt nicht sehr experimentierfreudiger Esser nahm skeptisch eine, überraschenderweise mochte ich sie, und ich kaufte mir später selber eine Tüte (die ich übrigens gerade futtere, also, die Feigen, nicht die Tüte). Zwischenzeitlich hatte ich mir für zweieinhalb NIS einen langweiligen Apfel gekauft und verzehrt.

Große Auswahl am Markt

Große Auswahl am Markt

Nach einem ausgiebigen Gang über den Markt meldete sich Hunger, und wir suchten uns eine gastronomische Einrichtung in einer Straße, wo Ulli und Alex zuvor schon einmal was gegessen hatten. Wir setzten uns draußen an einen Tisch, Alex nahm green Shukhran (so hieß das, glaube ich, ein Gericht mit Ei, Knoblauch, Spinat und so), Ulli nahm etwas mit viel Couscous, und ich ein Barchetta mit geräuchertem Thunfisch. Mein Essen war dann ziemlich mediterran, mit Oliven (die ich ja nicht so mag) und viel Basilikum (das ich gern mag), Tomaten, Mozarellabällchen und so weiter. Insgesamt recht lecker. Und es gab ein Goldstar dazu. Allerdings ließ mich Ulli mal ihre Limonade probieren (mit Zitronenscheibe und Pfefferminzblättern), und die war so gut, dass ich mir so eine auch nochmal bestellen muss. Geschmacklich hat Ulli heute ein wenig meinen Horizont erweitert, geschichtlich ebenfalls.

Ulli und ich

Ulli und ich

Nach der Mahlzeit wollten Ulli und Alex zurück ins Hostel, und auch ich wollte den Heimweg antreten, denn ich wollte zu Fuß zurück, und das waren ein paar Kilometer. Es war auch schon dunkel und deutlich kälter geworden, aber ich hatte einen Pulli dabei. So machten wir noch paar Fotos und verabschiedeten uns. „Be safe!“ „You too!“  Ich trat dann mithilfe der letzten 16% im Handy-Akku mithilfe von Open Cycle Maps und GPS den Heimweg an, lt. meiner App etwas mehr als 3 km. Insgesamt dürften es an diesem Tag um die 11 km gewesen sein, die ich unter die Füße genommen habe.

Alex und Ulli

Alex und Ulli – nach dem gemeinsamen Abendessen

Im Hotel schmiss ich paar unnötige Sachen aus dem Rucksack und ging nochmal los zu einem Laden in der Nähe, um meine Goldstar-Vorräte aufzustocken und Eis für den Behelfskühlschrank zu besorgen. Außerdem brauchte ich noch Wasser und gönnte mir ein Eis für den Rückweg.

Dann zurück ins Hotel und Blog schreiben. Und das war’s dann. Achja, Ulli, die schon etwas mehr hier gesehen hat, gab mir noch ein paar Tipps: Das Austrian Hospice besuchen, von dort aus gäbe es einen guten Blick, und das Café sei einen Besuch wert, einen Rundgang auf der Stadtmauer vom Jaffa-Tor aus unternehmen (will ich unbedingt machen) und rechtzeitig am Tempelberg auflaufen. Sie wollte heute eigentlich nach Bethlehem, aber die Tour wurde aus Sicherheitserwägungen abgesagt (obwohl da eigentlich gar nix los ist). Obwohl ich gefühlt heute echt viel gesehen und erlebt habe, warten noch ein paar Highlights auf mich. Ob ich es nach Bethlehem und/oder zum Toten Meer noch schaffe, weiß ich nicht. Morgen muss ich auf jeden Fall erstmal nochmals in die Alte Stadt, damit bin ich einfach noch nicht fertig. Aber bis dahin: Bis morgen.

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Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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3 Responses to Mit Ulli in den Gulli

  1. Avatar von Elisabeth van Nguyen Elisabeth van Nguyen sagt:

    Mit Ulli in den Gulli… und mit Ari auf Safari? Hört sich an wie Kishon. War das die gewollte Anspielung? Schön, dass Du heute nicht mehr so verloren in Jerusalem warst? Aber man kann anscheinend nur eines haben – nette Gesellschaft oder einen luftalarmfreien Tag…

    • Avatar von michikarl michikarl sagt:

      „Mit Ari auf Safari“ ist nicht Kishon, sondern Hannes Wader (Der Tankerkönig). Und nein, das hatte ich dabei überhaupt nicht im Sinn. Die Idee kam mir schon während der Aktion, und auch, wenn es eigentlich ziemlich flach ist, musste ich doch lachen. Und sie fragte mich, warum. Da habe ich mich dann entschieden, das tatsächlich so zu nennen und ihr einen Zettel mit der URL gegeben.

  2. Avatar von Elisabeth van Nguyen Elisabeth van Nguyen sagt:

    Ach Mensch, stimmt, das habe ich ja total verwechselt, das war ja der Wader, das hat dann ja gar nichts mit Israel zu tun…

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