Prima Kurzurlaub in Schleswig-Holstein

Heute bin ich den vierten Tag bei meinen Freunden Markus und Kirsten in Schleswig-Holstein. Nochmal ne Kurzzusammenfassung:

Samstag: Ankunft, Sauna, Abendessen, Siedler von Cathan (Niederlage gegen Kirsten), Film („Gravity“)

Sonntag: Aufstehen, Frühstück, Besuch von gemeinsamen Freunden, die in der Nähe Urlaub machen, Sauna, Abendessen, Siedler von Cathan (erneute Niederlage gegen Kirsten), Retrogaming (C64, siehe voriger Artikel)

Montag: Aufstehen, Frühstück mit Markus, Einkaufen, mit Markus zur Schule, Vortrag über Thema Webentwicklung im Informatikkurs, Nachmittagsschlaf, nach Hamburg zum Family-of-the-Year-Konzert, Rückfahrt, Feierabendbier und Kurzes Reinfeiern in Markus‘ Geburtstag.

Erstmal Thema Sauna: Superklasse, was die beiden sich hier gebaut haben. Tolle Arbeit. Und es war sehr entspannend, jeweils Sa. und So. zwei Saunagänge und Chillen im Bademantel auf der Terasse. Sehr zu empfehlen.

Der Besuch bei Karsten, Anne, Malte und Bente in Welt (so heisst das Dorf, das ist hier in Schleswig-Holstein manchmal so, die Welt ist also wirklich n Dorf) war klasse. Für Kinder ist es ein Paradies mit Schafen, Ziegen, Kühen, Schweinen, einem Pferden, Katzen sowie einem Hund und einem Pony, die da frei über den ahof streifen. Außerdem gibt es ein Spielscheune, draußen einen Bagger mit echter Hydraulik sowie eine Garage mit riesigem Fuhrpark mit Tret- oder Batterieantrieb.

Sehr gut gefiel mir da ein großes Tretauto. Hinten können zwei Erwachsene sitzen, treten und lenken, vorne sind Plätze für zwei Kinder – mit Anschnallgurten. Der kleine Malte und ich sind damit diverse Male um den Hof geheizt, über Stock und Stein und durch den Matsch. Wir hatten viel Spaß und spielten Piraten dabei, irgendwann wurden wir von einem anderen Kind verfolgt. Allerdings habe ich mir mächtig die Jeans und die Regenjacke beim durch-den-Dreck-bratzen dreckig gemacht. Spritzt eben ganz schön, wenn die Räder im aschlamm den Grip verlieren… Glücklicherweise gibt es bei Markus und Kirsten Waschmaschine und Trockner.

Schön, äh… die Siedlerspiele… ähm…. kein Kommentar. Wir spielten noch ein lustiges Würfelspiel, aber auch da hatte ich wenig Glück.

Erwähnenswert ist der Besuch am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Heide. Markus hat da eine 11. Klasse in Informatik, die gegenwärtig in Gruppenarbeit eigene Websites erstellt. Markus fragte mich, ob ich denen ein bisschen was über den Beruf des Webentwicklers erzählen könne. Also erzählte ich ihnen was über unsere Website noz.de, gab einen kurzen Einblick hinter die Kulissen ins Backend, sprach über meinen Arbeitgeber und mein Aufgabenprofil und zeigte Noch ein bisschen zum Thema Seitenmessung mit Google Analytics. Aufmerksamkeit und Interesse schien mir gemischt und durchwachsen gewesen zu sein. Ich muss auch zugeben, dass ich nervös war – es ist eben was anderes, völlig unausgebildet vor einer Schulklasse zu stehen als auf einer Theaterbühne zu schauspielern.

Gestern abend ging es dann nach St. Pauli. Im Vorfelde meines Besuches haben meine Gastgeber mich darauf hingewiesen, dass sie am Montagabend zu einem Konzert nach Hamburg wollten und ob ich mitwolle. Die-und-die-Band (konnte mir den Namen erst nicht merken), dessen Lied So-und-So ständig im Radio liefe. Man würde mich auch dazu einladen. Naja, ich kannte ja deren Musikgeschmack, konnte also so schlimm nicht werden. Und ich bin. ja manchmal experimentierfreudig. Also auf nach St. Pauli, dauert von hier bis zur Reeperbahn bei Tempo 130-140 km/h so eine Stunde. Noch schnell ein paar Stücke Pizza bei Pizza-Hut, dann ab ins „Grünspan“ auf der kleinen Freiheit.

Okay, okay… an dieser Stelle ein Geständnis: Ich habe erstens mein Huawei-Smartphone, welches sich widerwillig halbwegs laden ließ, reaktiviert und auf dem Hinweg zum Konzert viele Hamburger Portale gehackt. Und außerdem mache ich eine Pause von der Pause, was Alkohol angeht – ich bring es nicht über mich, Markus sein Bier hier alleine trinken zu lassen… Aber nach dem Urlaub hier wird alles wieder in den Modus wie zuvor versetzt.

Wir waren früh da und standen vorne am Bühnenrand. Der Laden war nur etwa halb voll, aber man hatte die Empore abgesperrt, damit das Publikum eine für eine gute Atmosphäre notwendige, ausreichend dichte Masse bildete. Die Vorband machte gitarrenlastige Musik mit oftmals zweistimmigem Gesang, handwerklich okay, mir aber bisschen zu gefällig und gefühlsbetont. Ich hatte die Befürchtung, das könne vielleicht auch auf den Mainact, Family of the Year, zutreffen.

Dem war aber nicht so. Geboten wurde gefühlvoller Indie-Pop, der aber zum Glück auch immer mal wieder Abstecher in eine etwas rockigere Richtung unternahm. Die sympathischen Kalifornier brachten auch eine gehörige Prise Sunshine-State-mäßige gute Laune mit in ihren Auftritt.

Zur Band gehörten zwei Gitarristen, von denen einer die Lead-Vocals sang, ein Bassist (der keine Miene verzog und als einziger auch kein Mikro für Backing-Vocals hatte) und eine attraktive Keyboarderin, die die Ansagen machte. Spiegel Online schrieb über die junge adame aus Los Angeles mit dem typisch amerikanischen Namen Christina Schroeter in etwa „ein Model, dass sich in eine Hippie-Kommune verirrt hat).

Beim Hit „Hero“ erwies sich das Hamburger Publikum zur sichtlichen Freude der Band im Refrain als sehr textsicher.

Insgesamt war das Konzert nach einer Zugabe recht kurz, es sind halt noch Newcomer, deren brauchbares Repertoire begrenzt ist.

Dann ging es zurück nach SH. Hier noch schnell Feierabendbier und Herzlichen Glückwunsch, dann ab ins Bett.

So, erstmal bisschen Markus‘ Geburtstag feiern. Bloggen mit iPad nervt bisschen.

To be continued…

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About michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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