Wuppertal, Tag 4, Teil 1: Morgendliches Schneckenstechen

Der Wecker piepte heute verhältnismäßig spät, erst um 7:45 Uhr, aber ich war schon seit halb acht wach. Ich beantwortete ein paar Quizduell-Fragen und stand auf. Gestern hatte ich fast noch eine Stunde vor dem Schlafen mit meinem Handy auf dem Bett gelegen, Quizduell gespielt und gechattet – es waren eine Menge Leute, die ich kenne, online.

Also, ab zum Frühstück, ein Brötchen mit Konfitüre und eine Kiwi, danach ab zum Walken. Es war eine riesige Gruppe, es gab auch nicht Stöcke für alle, andere wollten ohnehin eher „ohne“. Ich ergatterte den letzte Satz in weiß, color-coding für die Länge, die ich brauche. Wir hatten zwei Sporttherapeutinnen, die dann zwei Gruppen bildete, eine langsamere für eine kurze Strecke, und eine schnelle. Ich entschied mich für die schnelle. Schließlich muss ich das abchecken, ob das für mich das Richtige ist. Drei Leute wollten noch schneller und noch länger und ihren eigenen Weg gehen, was sie auch durften. Um es vorweg zu nehmen: Die Anforderung war kein großes Problem, genau richtig. Bringt mich nicht an meine Grenzen, reicht aber, um Fitness aufzubauen. Ich denke, Puls meistens im aerobischen Bereich. Bergab ziepen die Knie und Fußgelenke ein bisschen. Ich bin diese Berge halt nicht gewohnt. Bergauf kamen ein paar wenige in der Gruppe an ihre konditionellen Grenzen, das ist kein Problem. Hinterher, und das hatte ich auch schon beim ersten Mal, protestierte das linke Knie (und der linke Oberschenkel, wo ich mich ja auf der Chorfreizeit verletzt hatte), wenn ich das Knie ganz anziehe. Das geht im Laufe des Tages wieder weg, aber ich muss mal mit meiner Ärztin darüber sprechen.

Kurz nach dem Start verkündete ich, ich sei jetzt eine Stockente. Meine Schwester hat so einen Kommentar unter den Beitrag geschrieben, in dem ich von der Walking-Einführung berichtet habe. Unsere Sporttherpeutin meinte, das hätte sie auch noch nicht gehört, ihr sei wohl „Schneckenstecher“ geläufig. Auch nicht schlecht! Es ging zunächst über den Golfplatz (also natürlich auf dem Weg durch die von den „Pingpong-Menschen“ (wie eine Mitpatientin gestern am Abendbrottisch die Golfer bezeichnete) genutzten Flächen und dann in den Wald. Erst, wie immer steil bergab (wo ich so meine kleinen Problemchen habe) und am Ende steil bergauf. Insgesamt lt. meiner Bikecomputer-App 4,7 km in ca. 40 Minuten.

Walking-Strecke

Die heutige Schneckenstecherstrecke. Die Geschwindigkeitsangabe ist wahrscheinlich Blödsinn.

Okay, wieder in der Klinik (ich habe eben schon „zuhause“ getippt) schnell aufs Zimmer, raus aus den durchgeschwitzten Klamotten, und ab unter die Dusche. Frisch geduscht und angezogen an den Laptop, diese paar Zeilen tippen.

Und nun? Erst mal schauen, ob ich mir ne Tageskarte für die Öffis besorgen kann. Dann ab zum Kreisel, von da zum Bahnhof Oberbarmen, da mal am Automaten die Kosten für Zugfahrten in die Nachbarstädte checken, dann entscheiden, ob ich irgendwo anders hinfahre oder einfach nur die Schwebebahn nehme und mich – Pegida hin oder her – in Wuppertal umsehe. Mal sehe, was ich heute abend berichten kann. Bis denne.

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Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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1 Response to Wuppertal, Tag 4, Teil 1: Morgendliches Schneckenstechen

  1. Avatar von Peter Karl Peter Karl sagt:

    4,7 km in 40 Minuten? Da ist dein alter Papa (75 Jahre!) ohne stöcke(r) auf 6,0 km in 64 Minuten ja gar nicht mal so schlecht! Viele Grüße nach Wuppertal!

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