Tag 12 – Frosch-Muffins, alkoholfreie Cocktails und eine grüne Insel in Elberfeld

Puh, ich bin fix und fertig. Heute ist Sonntag, und es war ein intensiver Ingress-Tag, aber nicht alleine, sondern mit zwei Teams zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Im Prinzip kann hier jeder aussteigen, den das nicht interessiert, weil ich ansonsten nichts gemacht habe. Deswegen kennzeichne ich hier auch nix extra. Interessant war – für mich – heute vor allem, neue Leute kennenzulernen und mit denen zusammen bisschen Aktion zu machen.

Diese bestand aus zwei Teilen:

  1. Ab 11 Uhr in Vohwinkel Treffen mit ca. 10 oder 11 „Fröschen“, Bau und Ausfarmen von neun einander nahergelegenen, hochproduktiven 8er-Portalen
  2. Ab 14 Uhr in Elberfeld Treffen mit 4 anderen Leuten zum Abriss und Einnehmen der Schlumpf-Portale in der Innenstadt

Gut, nach dem Frühstück fuhr ich also nach Vohwinkel. Wir trafen und in dem Backhaus unter der Schwebebahnendhaltestelle, ich habe da schon einmal einen Kaffee getrunken und wußte demnach, wo das ist. Ein paar Leute, u.a. „MiaRaven“, die die Aktion organisiert hatte, waren schon da, ebenso ihr Mann „Raven42329“. Dieser hatte leckere „Froschmuffins“ gebacken, mit grüner Lebensmittelfarbe und einem Haribo-Frosch oben drauf. Sehr cool, der Mann zelebriert seine Faction, das ist der mit dem Logo auf der Motorhaube.

Frosch-Muffins

Diese Frosch-Muffins hat „Raven42329“ für die Gruppe gebacken. Die waren sogar innen Grün und lecker.

Nach und nach trudelten diverse Leute ein, einer kam aus Leverkusen extra nach Wuppertal. Es waren zu viele, um mir ernsthaft Spieler- und tatsächliche Namen zu merken. Aber „knorki“ und „theftf“, die ich schon zuvor kennengelernt hatte, waren auch da. Wir tranken noch Kaffee, und dann gingen wir an die Aktion, die kleine Farm zu bauen und zu farmen. Ich versuchte natürlich wie immer, möglichst viele Glyph-Hack-Points zu ergattern, was aber nicht so gut klappte, weil ich mich teilweise lieber unterhalten wollte, vor allem mit „theftf“, den ich sehr sympathisch fand. Eine Sache, die mir an ihm gefällt: Er macht, was seine Sympathien angeht, keine Unterschiede zwischen Schlümpfen und Fröschen. Offenbar hat er eine ähnliche Auffassung wie ich, für mich ist Spiel Spiel und Mensch Mensch. Leider sehen das nicht alle so, viele der hiesigen Frösche haben ziemliche Vorbehalte gegen die Schlümpfe und wollen nichts mit ihnen zu tun haben. Vielleicht liegt das einfach daran, dass die Schlümpfe hier so drückend überlegen sind.

Bahnhof Vohwinkel

Der Bahnhof Vohwinkel sieht aus wie eine Kirche.

Irgendwann hatten viele die Farm ausgebrannt, d.h. alle Hacks gemacht, die möglich waren – dann vergehen vier Stunden, bevor man da wieder was machen kann. Also zogen wir weiter und bauten weitere 8er-Portale. Wir kamen zum Bahnhof Vohwinkel, der auf den ersten Blick eher aussieht wie eine Kirche. Auch dort gab es mehrere Portale. Mittlerweile waren allerdings die Schlümpfe aufgewacht und zerstörten unsere kleine Farm. Das nahmen wir nicht weiter tragisch, weil sie ja ausgebrannt war und somit das Ziel der Aktion erreicht war. Ebenso wie die angepeilte, zeitliche Grenze von 13 Uhr. Die Gruppe löste sich am Bahnhof also auf. Ich sprach noch an, dass ich mit anderen „Fröschen“ in Elberfeld verabredet sei, um dort eine Schlumpfenfarm zu zerstören, aber niemand von dem Team hatte Zeit.

Kettenanhänger mit Enlightened- und Ingress-Logo

Diesen schönen Kettenanhänger bekam ich von „Raven42329“ geschenkt, der selbst diverse davon angefertigt hat. Links das Symbol der „Enlightened“ (Frösche) auf der einen Seite, rechts das Ingress-Logo.

Also fuhr ich alleine zum Hauptbahnhof. Ich hätte ganz gerne noch was gegessen, getrunken und einen Restroom aufgesucht, aber ich hatte nicht mehr viel Zeit, das Treffen mit dem zweiten Team war um 14 Uhr geplant. Vor den City-Arcaden wartete bereits vier weitere Frösche auf mich. Zwei davon waren Schwiegervater und Schwiegersohn, die anderen beiden ein junges Pärchen (ich schätzte sie später auf Mitte, Ende 20, aber ich wurde ausgelacht und man fühlte sich geschmeichelt, da war wohl doch schon ne Drei vor dem Komma).

Wie auch immer, wir zogen sofort los und eröffneten das Feuer. Wir arbeiteten uns zum Luisenviertel vor, machten einen Abstecher „bergauf“ (wo ich schon gewesen war), und es gab erst keine und dann lange nur vereinzelt Gegenwehr von den Schlümpfen. Gegen 16 Uhr wollten wir im „Sausalitos“ einkehren, aber die öffneten erst um 17 Uhr, so dass wir noch eine weitere Runde drehten.

Nach 17 Uhr landeten wir doch noch im „Sausalitos“. Ich brauchte jetzt wirklich einen Restroom. Wir orderten eine Runde Cocktails, ich einen „San Francisco“ – alkoholfrei, und Chili Cheese Fries. Wir hatten – von GPS-Problemen im Gebäude mal abgesehen – drei Portale in Reichweite, die wir auf Level 7 gezogen und auf hohe Produktivität gemoddet hatten. Es folgte eine zweite Runde Drinks (für mich ein „Coconut Kiss“ – wieder alkoholfrei). Unsere Portale wurden immer mal wieder angegriffen, und um uns herum waren unsere Portale schon wieder abgerissen und mit vereinzelten, gegenerischen Resonatoren (die Dinger gehören in ein Portal, damit es der einen oder anderen Seite gehört) bestückt. Aber wir konnten unsere drei Portale weitgehend durch Nachladen und Resonatoren ersetzen halten.

Bei meinem dritten alkoholfreien Drink, einem „Fruit Move“, wurde unsere kleine, grüne Insel massiv attackiert. Draußen standen etwa 12 Schlümpfe und ballerten aus allen Rohren. Der Schwiegervater und dessen Schwiegersohn hatten sich schon kurz zuvor verabredet. Der männliche Teil des Pärchens hatte massive Ortungsprobleme (seines GPS, hatte nichts mit den zwei Mai Thai zu tun, die er intus hatte). Seine bessere Hälfte und ich nahmen uns vor, unsere Portale „bis zum letzten Power Cube“ zu verteidigen. Wir schafften das erstaunlich lange, mussten uns aber schließlich der blauen Übermacht geschlagen geben.

Wir bezahlten. Die beiden anderen waren etwas angeheitert. Ich mochte die beiden wohl leiden. Sie wollte unbedingt alles, was draußen an grauen Portalen noch stand, einnehmen. Wir zogen nochmal los in Richtung Luisenviertel, wurden aber von „klabauterstern“ und einer riesigen Schlumpfenhorde abgefangen. Die waren unterwegs, um ihre 8er-Farm, die wir zerstört hatten, wieder aufzubauen. Nach einem kleinen Scharmützel, welches teils verbal, teils virtuell ausgetragen wurde (ich beteiligte mich eigentlich an keiner der beiden Varianten, ein paar von den Sprüchen, den mein Mit-Frosch den Schlümpfen drückte, waren mir auch eher peinlich) sondern wechselte ein paar eher unverfängliche Worte mit „klabauterstern“. Danach wollten wir restlichen Frösche auch langsam nachhause. Die beiden begleiteten mich netterweise noch zur nächsten Schwebebahnstation, wo wir uns verabschiedeten. Also ab zurück zur Klinik.

In Oberbarmen musste ich noch eine Weile auf den Bus warten, also ging ich noch kurz McD für zwei Cheeseburger, eine kleine Cola und ein bisschen Wärme, denn es war ziemlich kalt draußen.

Wieder in der Klinik überlegte ich, noch kurz in den „Pub“ zu gehen. Vielleicht würden da ja die beiden neuen Mädels aus meiner Gruppe oder wer auch immer Kicker oder Billard spielen. Aber ich wollte eigentlich eher in mein Zimmer und in Ruhe bloggen und nicht zu spät ins Bett. Und das tat ich dann auch.

Ich muss jetzt ins Bett. Hier fehlen noch Bilder, d.h. ich mache das dann morgen fertig und veröffentliche es. Bis dann.

Ingress-Stats:

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Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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