Auf nach Jerusalem!

Um 10 Uhr sollte mich das eierPad mit „The Fall of Jerusalem“ (aus „Crusader“, Chris de Burgh) wecken. Da das aber sehr verhalten beginnt und ich beide Wecker gestellt hatte, war das Default-Gedudel aus dem Handy lauter.

Geduscht ab zum Frühstück. Innerlich geflucht, weil wieder versehentlich die Espresso- anstatt Capuccino-Taste erwischt. Sabbat-Gesetze haben schon was für sich, die bewahren einen vor dusseligen Fehlern (oder auch nicht, weil ich da auch zweimal die falsche Kanne mit dem heissen Wasser statt Kaffee erwischt habe. Wenn Paddeligkeit einen Vornamen hätte, hieße sie „Michi“).

Zuerst Rührei und etwas von einem Gericht, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. War jedenfalls mit Käse überbacken, Tomatenmus und Ei, ein wenig scharf und recht lecker, aber irgend ne Glasur, die sich ziemlich hartnäckig an der Kauleiste etabliert. Noch einen Capuccino hinterher um den Espresso zu verdünnen. Ich erspähte Ahornsirup, also doch nochmal paar kleine Pancakes und French Toast. Und ne Schale Cerealien zum Schluss. Wer weiß, was es in Jerusalem zu essen gibt… und wann. Ich vergaß allerdings, bisschen Obst mitzunehmen, aber ich hab noch ne Birne von gestern (also Obst, nicht, dass jemand denkt, ich hatte zuviel Goldstar bei Mike) und paar von diesen Pseudo-Müsliriegeln.

So, nun muss ich gleich nochmal schauen, wie ich eigentlich vom Bahnhof zum Hotel komme, wenn ich in Jerusalem bin. Und zuende packen. Um 12 Uhr ist checkout-time, das ist in 50 Minuten. Dann kann es losgehen, werde zum Savidor auf jeden Fall ein Taxi nehmen. Und dann beginnt etwas, was ich noch von Kindergeburtstagen her kenne: Wenn die Musik stoppt, muss man sich schnell hinsetzen, der letzte bekommt keinen Stuhl mehr. Mal sehen, ob es in der Bahn so wird. Eigentlich, so heißt es, seien die Züge nur mäßig ausgelastet, weil man mit Bus oder Auto erheblich schneller da ist. Dauert vierzig bis sechzig Minuten anstatt anderthalb Stunden. Aber das ist mir egal.

Ich melde mich also aus Tel Aviv ab. Mir hat es hier gut gefallen, und ich würde durchaus auch noch ein oder zwei Tage länger hier bleiben wollen. Noch ein Tag so richtig zum Chillen und nochmal nach Jaffa bei Tag wäre nicht schlecht. Aber egal: Weiter geht’s. Nächste Meldung also aus der heiligen Stadt. Bis dann!

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Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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2 Responses to Auf nach Jerusalem!

  1. Avatar von satayspiess satayspiess sagt:

    Viel Spaß in Jerusalem, ich bin gespannt, von deinen dortigen Erlebnissen zu lesen! 🙂

  2. Avatar von Elisabeth van Nguyen Elisabeth van Nguyen sagt:

    Als ich die Überschrift dieses Eintrages las, setzte sich sofort der Ohrwurm „Jerusalem is lost“, Chorus aus „The Fall of Jerusalem“ in mein Ohr – witzig, dass Du das zum Aufwachen gewählt hast! Bleibt zu hoffen, dass der „fall“ nicht eintritt, man könnte das ob der aktuellen Lage ja auch als zynisch betrachten.

    Inzwischen bist Du jedenfalls hoffentlich gut in der Heiligen Stadt angekommen und hast Dich auf der Reise hoffentlich nicht zwischen irgendwelche der immer rarer werdenden Stühle gesetzt…

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