Tag 33 – Ingress in D-Dorf

Ich stand um 08:00 Uhr auf, duschte und ging frühstücken. (Achja, da ich normalerweise nicht nackt frühstücke, habe ich mir noch vorher Klamotten angezogen.)

Anschließend ging ich zum Kreisel, um einen Bus nach Oberbarmen-Bahnhof zu nehmen. Leider war der zwei Minuten zu früh dran, das war blöd, weil ich noch nicht damit fertig war, ein Portal, genauer gesagt, die berühmte Aal-Kate, in der Nähe der Bushaltestelle zu entschlumpfen. Der fuhr mir deswegen vor der Nase weg. Nun, was machen mit einer halben Stunde am Kreisel? Naja, was solls, ich ging halt die paar hundert Meter zum nächsten Portal Richtung Hasslingen, und dann wieder zurück, und irgendwie kriegte ich die halbe Stunde rum. Um 10:18 Uhr kam ich weg.

In Oberbarmen nahm ich wie immer die Schwebebahn zum Hauptbahnhof. Dort angekommen fragte ich mich erstmals ernsthaft, wo jetzt eigentlich dieser Hauptbahnhof an sich überhaupt denn wäre. Unmittelbar neben der Schwebebahnhaltestelle Hauptbahnhof ist eine riesige Baustelle. Und so fand ich schnell heraus, dass es sich dabei genau um den Hauptbahhof handelte. Ich hatte vorher immer schon mal vage was von „Schienenersatzverkehr“ gehört und gelesen, aber nun hatte ich das konkret vor mir. Der gesamte Vorplatz vor dem Bahnhofsgebäude war eine einzige Baugrube.

Baustelle Hauptbahnhof Wuppertal

Als wäre die Stadt nicht hässlich genug, da ist auch noch diese Riesenbaustelle vor dem Hauptbahnhof zu bestaunen.

Am Bahnhof angekommen informierte ich mich am Fahrkartenautomaten. Köln oder Düsseldorf, das war hier die Frage. Nach Köln würde die Fahrt über eine Stunde dauern, nach Düsseldorf maximal 50 Minuten. Es gab Verbindungen mit S-Bahn oder Nahverkehrszügen in Kombination mit einem Bus, oder einen Bus für die ganze Strecke. „Schienenersatzverkehr“… das war nichts, womit ich unbedingt gute Erfahrungen gemacht hätte. Improvisierte Verbindungen, randvolle Busse, Verspätungen, Chaos… Wollte ich mir das wirklich freiwillig antun? Ich entschied mich, dass ich wollte, und kaufte ein Ticket für knapp sechs Euro. Inzwischen war durchgesagt worden, dass der Grund für den SEV der Neubau eines Stellwerks sei und dass die Busse vor der historischen Stadthalle in ca. 5 min. Fußentfernung fuhren. Mist! Ich hatte kaum noch 5 Minuten Zeit. Aber wider Erwarten kriegte ich den Bus um 11:45 Uhr.

Dieser fuhr erst einmal zum alten Bahnhof Vohwinkel, von dort dann auf die A46 nach Düsseldorf. Hm. Diese Busse sind einfach dafür gebaut, mit maximal 50 km/h durch den Stadtverkehr zu fahren, nicht mit 85 über die Autobahn – obwohl sie es können. Komfortabel ist was anderes. Immerhin hatte ich die ganze Rückbank für mich.

Gegen 12:35 Uhr war ich also am Hauptbahnhof Düsseldorf. Hmpf. Auch hier war alles Baustelle, irgendwas wird da an der Straßenbahn gebaut. Eigentlich wäre es Zeit fürs Mittagessen. Aber zuerst musste ich mich ein wenig orientieren. Schließlich war ich ja zum Zocken hier. Also nahm ich mir erst einmal die Portale in unmittelbarer Nähe vor.

Achtung, Ingress-Abschnitt
An einem begann eine „Zug verpasst?“-Mission. In der Beschreibung der mit 15 Minuten angegebenen, nicht sequentiellen Mission stand auf Englisch sinngemäß „Zug verpasst? Zug verspätet? Zeit für ein bisschen Ingress…“ Ich hatte mir ungefähr folgendes vorgenommen:

Primärziele: Unique Visits, Unique Captures, Deployen
Sekundärziele: Glyph Hacks, eine Mission, um ein Badge als Andenken zu haben

Also kam mir die 15-Minuten-Mission ganz recht. Ich musste dazu einmal durch den großen Bahnhof durch. Auf der Rückseite kam ich auf einen carée-artigen Platz, der in allen Himmelsrichtungen von Gebäuden umgeben war. In eine Richtung ging es in den Bahnhof, es gab aber auch drei weitere Ausgänge. Hier gab es einiges an öffentlicher Kunst, somit Portale, die noch zu der reinen Hacker-Mission gehörten. War alles blau, daher hackte ich nicht nur, sondern bombte alles weg und übernahm den kompletten Laden.

Skulptur hinter dem Hauptbahnhof

Eine Skulptur hinter dem Hauptbahnhof. Man beachte den gut definierten Gluteus Maximus…

Anschließend ging ich wieder zurück durch den Bahnhof. Wie gesagt, es war eigentlich Mittagszeit, und natürlich gab es in und vor dem Bahnhof jede Menge Möglichkeiten, etwas zu essen. Aber ich wollte meine Mahlzeit in einem angenehmern Ambiente zu mir nehmen, möglichst am Rhein. Überhaupt, das Rheinufer war mein Hauptziel. Egal, wo, Hauptsache am Wasser.

Johanniskirche

Die Johanniskirche. Hier kam ich auf dem Weg zum Rhein entlang.

Ich checkte Google Maps und stellte fest, dass eine Kirche, die ich aus der Ferne vom Bahnhof aus sehen konnte, ungefähr in der richtigen Richtung lag. Also zog ich in diese Richtung los und stand bald vor der Johanneskirche. Davor gab es gleich zwei Bismark-Statuen, eine stehend, eine zu Pferde (hm… ganz sicher bin ich mir nicht, ob das beides der eiserne Kanzler war).

Irgendwo in dieser Richtung sollte Schildern zufolge auch die berühmte Düsseldorfer Altstadt liegen. Zuerst aber überquerte ich die Königsallee, die glaube ich, im Volksmund nur „Kö“ genannt wird. In der Mitte, zwischen den Bäumen, gibt es auch eine Art Bach, lt. Google Maps der „Stadtgraben“. Hübsch, das alles.

Rheinturm

Der Rheinturm von der Rheinkniebrücke aus fotografiert.

An der Altstadt zog ich – wie ich auf dem Rückweg feststellen sollte – zielstrebig knapp vorbei. Schließlich erreichte ich das Rheinufer beim Filmmuseum. Es herrschte strahlender Sonnenschein, aber es war recht windig. Ich sah zwei recht imposante Hängebrücken, zu meiner linken die Rheinkniebrücke, rechts die Oberkasseler Brücke, die beiden sahen fast baugleich aus. Links sah ich auch den Düsseldorfer Fernsehturm, den sogenannten Rheinturm.

Rheinkniebrücke

Die Rheinkniebrücke. Wenn man genau hinsieht, erkennt man trotz des flachen Winkels, dass die Binnenschiffe hier alle eine ziemlich scharfe Kurve nehmen müssen. Bei längeren Exemplaren sieht das zuweilen ein bisschen abenteuerlich aus, weil die auch ziemlich dabei driften.

Ich wollte gerne hier mittagessen und schaute mich um. Ein zur Debatte stehendes Lokal war mit zu teuer (hatte ich irgendwie schon befürchtet, bei der Rheinlage). Nachdem ich mich ein wenig umgesehen hatte, entschied ich mich, erstmal ein Eis zu essen und einen Latte zu trinken. Ein Eiscafé war direkt am Start und die Tarife waren normal. Ich nahm eine Giotto-Becher und einen Latte Macciato. Es war gut, die Sonne schien, aber es war leider ziemlich zugig. Und ich bemerkte zu spät, dass ich hier auch Pasta oder Pizza hätte ordern können. Okay, nahm ich halt den Nachtisch zuerst… Nee, ich habe erst in Wuppertal abends sozusagen das Mittagessen genommen und es für Düsseldorf beim Eis belassen.

Aus irgendeinem Grund dudelten in meinem Kopf die ganze Zeit die „Toten Hosen„, ein mentaler Campino trällerte

Durch das Gedränge, der Menschenmenge
Bahnen wir uns den altbekannten Weg
Entlang der Gassen, zu den Rheinterrassen
Über die Brücken, bis hin zu der Musik
Wo alles laut ist, wo alle drauf sind, um durchzudreh’n
Wo die Anderen warten, um mit uns zu starten, und abzugeh’n

An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
Wünsch ich mir Unendlichkeit

Ich habe keine blasse Ahnung, warum.

Dann bezahlte ich mein Eis und machte mich auf die Socken entlang des Rheins. Aus meiner Position am Einscafé beim Filmmuseum sah es so aus, als wäre der Rheinturm weit weg und auf der anderen Seite des Rheins. Aber das täuschte, weil der Rhein nach der Rheinkniebrücke eine scharfe Biegung macht – offenbar rührt daher auch der merkwürdige Name der Brücke. Als ich weiter in Richtung der Brücke ging, sah ich anhand von Schildern, dass ich mich auch dem Gebäudekomplex des NRW-Landtags näherte. Und auch dem Rheinturm, der bald gar nicht mehr so weit weg und auf „meiner“ Rheinseite war. Ich passierte den Landtag zwischen Gebäude und Rhein und stand dann bald vor dem Rheinturm. Türme finde ich toll. Erstens, weil ich sie als Bauwerke technisch interessant finde, das Bauwerk an sich, und dann auch – bei „Fernsehtürmen“ auch ihre Rolle in der Telekommunikation. Zweitens aber auch, weil man, wenn es eine Aussichtsplattform gibt, einen tollen Überblick über die Stadt gewinnen kann. Wer meinen Blog schon länger liest, weiß das auch.

Blick vom Rheinturm

Das östliche Rheinufer aus einem anderen Blickwinkel

Also rein in den Rheinturm. Kostenpunkt 6 Euro Aufzugsgebühr, verglichen mit einem Besuch auf dem Empire State Building oder der Aussichtsterasse von „The Shard“ in London ein Witz. Mit dem Aufzug ging es auf 168 Meter Höhe, in die Lounge & Bar „M168“, ihres Zeichens die höchste Bar in NRW.

Rheinkniebrücke von oben

Rheinkniebrücke vom Rheinturm aus. Leider habe ich meine Bilder nicht sofort kontrolliert, sonst hätte ich vielleicht noch mal so fotografiert, dass diese störenden, diagonalen, gelbgepunkteten Linien nicht zu sehen wären. Denn ansonsten finde ich das Foto klasse.

Als ich aus dem Aufzug schrägen Fensterfront kam wurde mir ein bisschen mulmig zu Mute. Ich meine eigentlich, ich kann eigentlich ganz gut mit Höhe, aber gefühlt ging ich auf einen Abgrund zu. Denn die schrägen Aussichtsfenster rundherum begannen am Boden, so dass da sozusagen die Kante war, von der man herunterfallen könnte. Natürlich sind die bestimmt extrem stabil und sicher, falls jemand stolpert und dagegen fällt. Eine junge Frau legte sich da auch ungeniert drauf und animierte eine zögerlichere Freundin, es ihr gleichzutun. Nee, nix für mich und meine mein Übergewicht… wer weiß, ob das wirklich stabil genug ist!

NRW-Landtag von oben

Der Landtag Nordrhein-Westfalens aus der Vogelperspektive mit dem Schatten des Rheinturms.

Aber ich genoss die Aussicht auf den Rhein bei dem strahlenden Sonnenschein, die Sicht war ja grandios. Am liebsten wäre ich abends nochmal in der Dunkelheit gekommen, aber da wollte ich schon wieder in Wuppertal sein. Ich liebe es ja, Nachtaufnahmen von oben zu machen. Ich drehte zwei Runden und knipste emsig mit meinem Handy. Leider sah ich erst hinterher eine Spiegelung auf den ansonsten teilweise sehr tollen Bildern, sonst hätte ich mich vielleicht doch noch auf die Fenster gelegt, um die Kamera direkt ans Glas zu legen.

M 168

In der „M 168“, der höchsten Bar Nordrheinwestfalens. Hier kann man auch ein Schäumchen (Cocktails) trinken. Vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld.

Die Getränke waren mir zu teuer, für 0,2 Liter Coca Cola waren 3,50 Euro fällig, und das war noch das günstigste. Auf 172 Meter Höhe ist oberhalb der Bar noch ein Restaurant, auch da werden die Preise entsprechend sein. Na klar, die Aussicht ist ja auch toll, und der Aufwand, alles erst einmal da hoch zu schaffen, ist natürlich auch etwas höher als anderswo. Die Pacht für die Örtlichkeiten wird wohl auch was kosten. Jedenfalls stellte ich mich dann an, um einen der beiden Fahrstühle nach unten zu bekommen. Die Dinger sind lt. Wikipedia mit bis zu 4 m/s (14,4 km/h) unterwegs.

Wieder unten angekommen, entschied ich mich, einmal über die Rheinkniebrücke zum anderen Rheinufer zu gehen. Die Gesamtlänge dieser Brücke beträgt lt. Wikipedia über 1,5 km. Also war ich zu Fuß eine ganze Weile unterwegs, zumal ich das ja auch im Wesentlichen machte, um von der Brücke aus ein paar Bilder zu machen. Auf der anderen Rheinseite gab es vor allem viel Grün mit vielen Menschen, die hier das schöne Wetter genossen. Einige ließen Drachen steigen, ein paar Drachenleinen waren auch einfach im Boden verankert. Ansonsten war hier nicht so viel los, vor allem Ingress-mäßig nicht. Ich überlegte, vielleicht auf dieser Rheinseite bis zu Oberkasseler Brücke zu laufen und den Rhein dort wieder auf die andere Seite zu überqueren. Es war aber gerade schon 17:00 Uhr durch, und ich wollte nicht allzu spät die Fahrt zurück nach Wuppertal antreten. Also ging ich schnurstracks wieder über die Rheinkniebrücke zurück, ohne weitere Experimente.

Ich beschloss, so schnell wie möglich zurück zum Bahnhof zu gehen, und dann bald die Rückfahrt anzutreten. Immerhin würde ich zu Fuß noch eine Weile bis zum Bahnhof benötigen. Im Wesentlichen ging ich fast genauso zurück wie ich gekommen war, aber ich kam diesmal durch einen Teil der Altstadt hindurch. Hier war eine ganze Menge los, eine Menge Leute saßen hier schon draußen beim Altbier. Hm, ich hätte auch gerne eins getrunken, aber ich bin ja zur Zeit abstinent. Und außerdem wollte ich ja nicht mehr länger verweilen. Auch für Ingress nahm ich mir weniger Zeit als auf dem Hinweg, ich verzichtete auf Glyphhacking, damit ich schneller voran kam.

Ich war gegen 18:30 Uhr am Bahnhof, besorgte mir am Automaten ein Rückfahrticket und an einem Infoschalter die Information, von welchem Bussteig der Schienenersatzverkehr (alleine das war klingt schon besch…) nach Wuppertal fahren würde. Dann kaufte ich noch eine Flasche Wasser, und konnte auch schon bald in den Bus einsteigen.

Die Rückfahrt war anstrengend, weil neben mir oder zumindest in der Nähe jemand ziemlich müffelte und ein Kind in einem Kinderwagen immer wieder laute Geräusche von sich gab. Damit kann ich nicht gut umgehen. „L’Enfer, c’est les autres“ („Die Hölle, das sind die anderen“), wie Jean-Paul Sartre es einst so schön in „Geschlossene Gesellschaft“ auf den Punkt brachte, und wie Dietmar Wischmeyer es einst in Bezug auf das Busfahren bereits zitierte: „Ach, auch mit dem Bus unterwegs?“ „Nein, Du Arsch, dies ist ein Raumschiff!“

Doch nach 50 weniger angenehmen Minuten im SEV kam ich endlich wieder am Hauptbahnhof Wuppertal, d.h. an der historischen Stadthalle an. Ich brauchte jetzt erstmal mein Stammessen in meinem Stammlokal („The Deal“ mit panierten Hühnerbruststreifen und Cajuns mit Aioli und Barbecuesauce und eine Waldmeister-Limo im Café Extrablatt) und vor allem einen Stuhl. Also passierte ich die hässliche Großbaustelle, die einst ein Hauptbahnhof gewesen war, und begab mich in die Elberfelder Innenstadt. Mahlzeit!

Nach dem Essen drehte ich noch eine sehr kurze Runde bis zum Rathaus und zurück zur Schwebebahnstation, um noch ein bisschen Material zu sammeln und Glyph-Hacks zu machen. Da waren wieder einmal blaue L8-Portale zwischen Haltestelle und Rathaus, und ich ließ sie auch stehen, weil ich nicht mehr viel Zeit in Elberfeld verbringen wollte.

Gegen 21:00 Uhr nahm ich die Schwebebahn zurück nach Oberbarmen-Bahnhof und konnte nach nur sechs Minuten Wartezeit den Bus zur Schmiedestraße nehmen. Also war ich noch vor 22:00 wieder in der Klinik.

Ich war schon ziemlich platt. Außerdem merkte ich, dass ich mir die Pläthe verbruzzelt hatte. Daher ging ich schleunigst in mein Zimmer. Ich begann, diesen Eintrag zu schreiben, hatte aber für mich schon klar, dass ich den erst am Folgetag beenden würde. Ich würde auch Zeit haben, denn auf meinem Therapieplan stand nur ein einziger Eintrag:

14:15 Uhr – Job on/Job off

Seltsam. Aber gut, viel Freizeit. Um 23:10 Uhr fand ich ins Bett. Und deaktivierte für den Folgetag meinen Wecker. Feierabend.

Ingress-Stats:

Translator Trekker Explorer Pioneer Builder Purifier
letzter Stand 31.001 1.928 km 2.894 1.724 72.702 53.585
Jetzt 32.458 1.947 km 3.055 1.812 73.806 54.391
Delta 1.457 19 km 161 88 1.104 806
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Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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3 Responses to Tag 33 – Ingress in D-Dorf

  1. Avatar von satayspiess satayspiess sagt:

    Immerhin heißt der Wuppertaler Hauptbahnhof schon länger Hauptbahnhof, als der in Solingen. Zu meinen Studienzeiten stieg ich immer in Solingen-Ohligs ein und in Wuppertal-Elberfeld wieder aus (oder umgedreht, jenachdem). Aber meiner Meinung nach kann die Baugrube nicht hässlicher sein als, das, was da vorher war. Ich bin aber auch sehr gespannt, was draus werden wird. 🙂

  2. Avatar von Elisabeth Elisabeth sagt:

    Da werden Erinnerungen wach an meinen ersten Kirchentag 1985 in Düsseldorf. Abend der Begegnung auf der Kö, und ich hatte auch eine Art Rendez-Vous mit dem Ex-Freund unserer Cousine in der schönen Altstadt, wo ich als Nicht-Biertrinkerin natürlich dennoch ein Gatzweilers Alt trinken musste.

    Dass Du auf dem Turm ein mulmiges Gefühl hattest, erstaunt mich. Ich erinnere mich, dass Du Dich in der Provence gemütlich auf den Rand des Pont du Gard setztest und die Beine baumeln ließest! Das würde heutzutage übrigens nicht mehr gehen, man darf da oben gar nicht mehr rauf, nur noch in die Wasserrinnen darunter…

    Ich finde das Foto vom Landtag übrigens noch schöner als das darüber. Der hat ja auch eine eigenwillige Architektur!

  3. Avatar von michikarl michikarl sagt:

    Hmja, es kann sein, dass ich mehr Respekt vor Höhe habe als früher mal. Man wird ja vorsichtiger im Alter. Außerdem – so unlogisch es ist, weil in beiden Fällen ein Sturz tödlich wäre – ist der Turm etwa dreimal so hoch wie der Pont du Gard, und das sieht einfach alles noch viel krasser klein da unten aus.

    Ja, die Architektur des Landtags ist schon cool. Schon als ich das Ding von unten gesehen habe, dachte ich bei dem Rondell auf der Rheinseite an die Grafiken bei Wahlen, bei denen die Sitzverteiung auch so in dieser runden Form dargestellt wird, ein bisschen ähnlich wie ein Ringdiagramm. Wenn in dem Rondell der Sitzungssaal untergebracht wäre (was ich nicht unwahrscheinlich finde), dann wäre das da sozusagen die Entsprechung dieser grafischen Darstellung.

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