Ausspannen und Neues sehen in Skandinavien

Ich habe nun wirklich lange nichts mehr geschrieben, und ich muss tatsächlich ein bisschen schauen, wo ich hier hinklicken muss. Glücklicherweise ist WordPress zu bedienen nun wirklich kein Hexenwerk.

Mir ging es vor ein paar Wochen psychisch nicht so gut. Das lag sehr wahrscheinlich vor allem daran, dass ich mich nicht ausreichend mit einem Medikament versorgt habe, welches mir sehr hilft, dass ich mich einigermaßen wohl fühle. Ich kann ohne das Zeug zwar leben, aber nicht sehr gut. Aber mal abgesehen von meinen persönlichen Problemen sind die Zeiten ja auch nicht gerade geeignet, sich gut zu fühlen: Pandemie und ein neuer Krieg in Europa mit den verbundenen Folgen sorgen nicht gerade für frohe Stimmung. Dazu kommen die vielen von uns Menschen durch unsere Gier und Dummheit verschuldeten Umweltprobleme, die uns heute am Rand der Katastrophe stehen lassen (und manche Menschen auch schon mitten drin, nicht selten mal wieder die, die am wenigsten selbst dazu beigetragen haben). Ich kann das alles schwer im Alltag ausblenden und ignorieren, weil ich mich halt als Teil der Probleme sehe, weil ich halt die Welt ganzheitlich begreife.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich fühle mich urlaubsreif. Vor einigen Jahren bin ich noch zu mehr oder weniger entfernten Zielen geflogen, um was zu sehen, zu erleben, zu lernen. Das möchte ich jetzt einfach nicht mehr machen, es gibt einfach auch viele attraktive Ziele, die man mit dem Zug erreichen kann. Das spielte bei der Auswahl des Reiseziels eine Rolle, dazu wollte ich diesmal eher keine Herausforderung beim Reisen (wie in der Ukraine), sondern eher eine möglichst entspannte Umgebung. Zuerst dachte ich über Stockholm oder Kopenhagen nach, als ich dann sah, dass man mit dem Zug nach Stockholm ohnehin über Kopenhagen fährt, entschied ich mich für Stockholm und Kopenhagen.

Beides sind Städte mit sehr viel Wasser „mittendrin und drumrum“, was schon mal gut ist, weil ich ja gerne mal mit dem Boot schippern gehe. In Stockhokm war ich zwar als Jugendlicher auf einer Schwedenreise schon einmal, aber nur kurz und halt sehr eingeschränkt, weil eingebettet in eine Jugendgruppe, abhängig von deren Programm. In Kopenhagen war ich noch nicht.

Wie auch immer: Kommenden Montag, übermorgen, geht es los. Mit der Bahn. Da sehe ich ein gewisses Risiko: Wenn ich nicht rechtzeitig in HH Hauptbahnhof den Zug nach Kopenhagen (wo ich ein zweites Mal umsteigen muss) erreiche, schaffe ich es nicht an dem Tag nach Stockholm. Das wäre Mist. Ich hoffe einfach mal, dass ich Glück habe, und die Bahn keinen Mist baut (Umstiegszeit: 49 min., in Kopenhagen auch so etwa). Aber was soll’s. Wer eine Reise tut, muss immer damit rechnen, dass nicht alles klappt, wie geplant. Selbst oder gerade, wenn man mit der Bahn unterwegs ist. In Deutschland.

Ach ja: Die sportliche Steffi kommt nicht mit. Wir waren dieses Jahr schon gemeinsam ein paar Tage in Berlin, und ich möchte diesmal mein eigenes Tempo gehen. Das bringt mir, denke ich, erholungsmäßig am meisten. Daher habe ich aber auch die Zeit, mal wieder ein wenig zu bloggen. Wer mir also noch folgt, kann gerne mitlesen. Bis bald.

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About michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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4 Responses to Ausspannen und Neues sehen in Skandinavien

  1. Avatar von satayspiess satayspiess sagt:

    Lieber Michi, ich folge dir noch und freue mich auf deine Reiseberichte. Ich wünsche dir eine gute und planmäßige Reise morgen. Für die Zeit bis zur Heimreise wünsche ich dir jedoch genügend außerplanmäßige Ereignisse. 🙂

  2. Avatar von Birgit Birgit sagt:

    Hi Michi, wie schön von dir zu hören und es tut mir echt leid, dass es dir nicht so gut geht/ging. Ich bin seit Samstag in Schweden mit einer Jugendgruppe (von meinem Verein Domini) unterwegs. Am Mittwoch sind wir in Stockholm um mit der Nachtfähre nach Finnland zu fahren.
    Ich bin gespannt, was du so erlebst.
    Ganz herzliche Grüße
    Birgit

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